Sprunglink zum Textanfang. | Sprunglink zur Hauptnavigation.

Hamburg-Wappen / Link zur Startseite Dulsberg - das Portal zum Hamburger Stadtteil Verschiedene Dulsberg-Motive im Wechsel

Entstehung Dulsberger Kinderstadtteilplan

Dulsberger Kinderstadtteilplan - Fest und Kinderforum am 26.03.02

Kinderstadtteilpläne gibt es in Hamburg bereits für verschiedene Stadtteile, u.a für Jenfeld und Barmbek-Nord. Die Pläne sind alle im Rahmen einer großen Beteiligungsaktion entstanden.

Im letzten Jahr wurde das Projekt vom Stadtteilbüro Dulsberg in Kooperation mit allen Kindereinrichtungen des Stadtteils mit entsprechenden stadtteilpezifischen Schwerpunkten umgesetzt.

Junge mit Dulsberg-Schild in der Hand

So wurde z.B. anlässlich der Erstellung des Kinderstadtteilplans die Gelegenheit genutzt, den 1999 im Rahmen des Gutachtens über "interkulturelle Öffnung" erstellten mehrsprachigen Stadtteilführer Dulsberg mit allen wichtigen Stadtteiladressen völlig neu zu überarbeiten und zu aktualisieren.

Damit richtet sich ein Teil des Kinderstadtteilplans auch an die Eltern, die oft einen migrantischen Hintergrund haben. In einer Auflage von 3000 Stück liegt beides jetzt druckfrisch vor.

Spielende Kinder

Im Sommer 2001 erforschten rund 150 Kinder im Alter von 4-13 (Altersschwerpunkt 6-11 Jahre) in kleinen Gruppen zu Fuß oder auf dem Rad ihren Stadtteil; vor allem unter folgenden Gesichtspunkten:

Spielen
Natur
Verkehr und Wege
Einkaufen
Freibad

Dabei entstanden Bilder, Symbole wurden auf den Plan geklebt, Kritik und Lob geäußert. Daneben wurden von den Kindern 292 Forscherbögen ausgefüllt.

Zuschauer kucken zur Bühne

Mädchen und Jungen wurden bei der Aktion gleichermaßen erreicht. In der für die Kinder langen Zeit zwischen der Aktion und der Veröffentlichung des Plans wurde der Kontakt zu den Kindern gehalten, Ergebnisse rückgekoppelt und gemeinsam das Fest geplant.

Die häufigsten Themen der Kinder

Spielplätze und Spielmöglichkeiten im Stadtteil gehören naturgemäß zu den wichtigsten Themen.
Das Freibad nimmt in der Reihe der Freizeitmöglichkeiten eine herausragende Stellung ein.
Das Thema Sauberkeit und Müll beschäftigt die Kinder in erheblichem Maße.
Hunde, insbesondere Kampfhunde, und ihre Hinterlassenschaften im Grünzug und auf Spielplätzen werden häufig thematisiert. Die Kinder haben Angst vor freilaufenden Hunden.

Spielende Kinder

Verkehrssicherheit und Wege: Hier sind es besonders die Ampelschaltungen, aber auch die vielen Autos, die zudem zu schnell fahren, die den Kindern Sorge machen.

Auch falsch parkende Autos und zugewachsende Radwege werden häufig erwähnt.
Die Kinder beschäftigen sich aber auch mit sozialen Problemlagen (z.B. aus welchen Gründen trinken Leute, warum gibt es Obdachlose) und damit, warum Erwachsene so oft meckern.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform

Viel Lob gab es für die Umgestaltung des Spielplatzes "Rollerbahn" und den Spielcontainer mit der nun gesperrten Spielstraße davor und den Skaterelementen.
Kritik gab es vor allem an der ungenügenden Reinigung auf Spiel- und Sportplätzen (seltene Leerung der Mülleimer, zu seltene Entfernung von Glasscherben) und im Grünzug (Stichwort Hundeschiete), für zugewachsene Radwege und gefährliche Ampelübergänge.

Als äußerst wichtig hat sich das Erleben von und das Spielen in der Natur erwiesen. hier spielt weniger der Grünzug als der Osterbekkanal mit seinen angrenzenden Grünflächen eine zentrale Rolle.

Grafik vom Stadtteilplan

Das Kinderforum im Rahmen des Festes am 26.03.

Eine erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre ist, dass Kinder - sowie auch Jugendliche - zunehmend ihren Möglichkeiten gemäß an der Umgestaltung ihrer näheren Umgebung beteiligt werden.

Das Kinderforum stellt eine Möglichkeit für die Kinder dar, zu erkennen, dass die Untersuchung und Bewertung ihres Stadtteils nicht folgenlos bleibt und dass ihre Belange, Kritikpunkte und Wünsche von den Erwachsenen ernst genommen werden. Die Fragen der Kinder, die sich an andere Adressaten richten, z.B. Wohnungsbaugesellschaften, werden gesondert an die jeweiligen Gesellschaften übermittelt.

Kinder verteilen den Kinderstadtteilplan an andere Kinder.

Wie geht’s weiter?

Der Erfolg einer Beteiligungsaktion wird nicht nur an der eigentlichen Aktion gemessen, sondern natürlich auch daran, was von den Wünschen und der Kritik der Kinder umgesetzt wird und ob ein stetiger Prozeß der Beteiligung in Gang gesetzt werden kann.
Wunsch der Kinder ist,

  • dass möglichst viel umgesetzt wird
  • dass die Ergebnisse in den Stadtteil und damit zu den Kindern rückgekoppelt werden
  • dass sie bei anstehenden Umgestaltungsmaßnahmen, wo es möglich ist, gefragt und auch selbst mit gestalten können.

Kinder und Erwachsene sitzen am Tisch und diskutieren.

Der Erkenntnis, wie wichtig für Stadtkinder die Naturerfahrung ist und dem Wunsch der Kinder nach mehr Naturerkundung wurde bereits Rechnung getragen:

Das Stadtteilbüro hat das Büro "Lokale Agenda 21 Jugend" des Bezirksamtes Hamburg-Nord dazu gewinnen können, hier im Stadtteil in diesem Sommer eine "Naturgruppe" anzubieten: in ca. 6 Veranstaltungen werden die Kinder Flora und Fauna erforschen, sich mit Wasserqualität und dem Müllproblem auseinandersetzen und "ihr" Gelände an der Osterbek erkunden.

Ansprechpartnerin für das Projekt Kinderstadtteilplan ist Frauke Schröder vom Stadtteilbüro (Telefon 652 8016).

Sprunglink zum Textanfang.



  
Informationen und Kontakte im PDF-Format

Dulsberg auf Twitter

Dulsberg auf Facebook