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Das Thema "Ertüchtigung der Güterumgehungsbahn" ist in den Mittelpunkt der Stadtteildiskussion gerückt.
Tipp: Lärmschutz für Barmbek und Dulsberg e.V.
Was verbirgt sich dahinter?
Neben der S-Bahn-Trasse verläuft ein elektrifiziertes Gleis der sog. Güterumgehungsbahn. Dieses Gleis, versehen mit einer Betriebsgenehmigung aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, soll nun saniert werden, damit ab 2008 dort ein ungleich höheres Aufkommen durchgeschleust werden kann.

Diskussion Güterumgehungsbahn
Fahren heute die Züge mit Tempo 30 bis max. 60 km/h über die Strecke von Eidelstedt über Eppendorf, Groß Borstel, Alsterdorf, Barmbek, Dulsberg, Hamm gen Süden, so werden sie zukünftig mit 80 km/h dort durchrauschen. Zudem wird die Frequenz von heute ca. 30 Zügen/Tag auf 80 bis 100/Tag anwachsen und dies bei einer Ausdehnung der Zuglänge auf 650 m.
Und wann fahren die Güterzüge? Eben vor allem nachts, weil dann die Anschlussstrecken frei sind, um die Güter durchs Land zu schicken.
Das bedeutet aber für die Anrainer eine Lärmbelästigung, die an einen ruhigen Schlaf nicht mehr denken lässt und gravierende gesundheitliche Auswirkungen haben wird. Das sog. "Einzelereignis", sprich: ein durchfahrender Zug, hat Werte von bis zu 90 Dezibel. Aber nach den heutigen Richtlinien müssen bei Belastungen von mehr als 60 db nachts und mehr als 70 db tagsüber Lärmschutzmaßnahmen vorgenommen werden.

Anhörung Güterumgehungsbahn
Da es sich aber nur um eine "Ertüchtigung" handelt und nicht um einen Neubau von Gleisen oder einer Strecke, gibt es gegenüber der Bahn keinen Rechtsanspruch auf Lärmschutzmaßnahmen.
d.h., alle Lärmschutzmaßnahmen, aktive (Lärmschutzwände) als auch passive (bessere schallisolierte Fenster, Belüftungssysteme) müssen der Bahn mühsam abgerungen werden. Dieser Aufgabe sehen sich alle gegenüber gestellt, die für einen Schutz der Anwohner streiten. Und da ist vor allem die IG-Schienenlärm zu nennen. Inzwischen ist es gelungen, 17 Lärmschutzwände auf Teilen der Strecke zu erstreiten, die über eine gemeinsame Finanzierung der Betroffenen, der Freien und Hansestadt HH und des Bezirks Nord in einem Privat-Public-Partnership aufgebracht werden. Allerdings gilt dies bisher nur für Streckenabschnitte im nördlichen Teil, nicht jedoch für Dulsberg und Barmbek. Hier beginnt die Auseinandersetzung gerade erst.
Auf der letzten Stadtteilratssitzung war dies Thema und der Vorsitzende der oben erwähnten IG, Herr Schröder, hat uns detailliert über den aktuellen Stand der Dinge in Kenntnis gesetzt. Ein paar Tage später fand eine gut besuchte öffentliche Anhörung der Bezirksversammlung HH-Nord statt und nun ist das Thema wieder in unseren beiden Stadtteilen gelandet. Ende März werden sich die Wohnungseigentümer aus beiden Stadtteilen intensiv mit der Problematik beschäftigen.
Doch jetzt geht es darum, von Seiten der Mieterschaft Druck auf die Akteure in Politik, Verwaltung und Deutsche Bahn auszuüben. Deshalb ist es wichtig, daß all diejenigen, die sich zu dem Thema hier im Stadtteil engagieren wollen, zusammenschließen, um öffentlichkeitswirksame Aktionen vorzubereiten.
Eine solche Koordination kann über das Stadtteilbüro Dulsberg erfolgen.
Wenn Sie an einem solchen Interessenzusammenschluss interessiert sind, dann melden sie sich unter Tel: 6528016 oder unter stb@dulsberg.de und hinterlassen Sie Ihren Namen oder Ihre e-mail-Adresse.
Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links im Internet: