Hier werden kleine und große Meister gemacht.
Das östliche Ende des Grünzugs war in den Plänen von Fritz Schumacher und Otto Linne, dem Hamburger Gartenbaudirektor, genau beschrieben. Jenseits der Sportplatzachse hinter der Schule am Alten Teichweg sollten sich Blumen- und Rosengärten, ein kleiner rasterartig gepflanzter Wald und ein Kinderspielplatz bis über den Eulenkamp hinaus erstrecken.
In Verbindung mit Grünflächen und Kleingärten auf Wandsbeker Gebiet sollte so ein von Schumacher angedachter grüner innerstädtischer Wanderweg entstehen.
Mit dem Ausscheiden von Schumacher und Linne aus ihren Ämtern 1933 wurden diese Pläne nicht weiterverfolgt. Da auch die Wohnbebauung am Graudenzer Weg endete, hatte man nach dem Krieg eine große Freifläche zur Neugestaltung zur Verfügung.
So wurde hier dann doch noch Schumachers Idee eines "Gartenbades", das am nördlichen Ende der Sportplatzachse vorgesehen war, an einem leicht versetzten Standort in Form eines Sommerbads umgesetzt. 1957 eröffnete das Freibad Dulsberg mit einem großen Schwimmbecken und einem großen Nichtschwimmerbereich und wurde an warmen Tagen ein heiß begehrter Ort in Dulsberg.
Hamburgs Regierungen haben sich seit den 1980er Jahren verstärkt um Breiten- und Leistungssport gekümmert. 1988 wurde der Trägerverein für einen Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein gegründet. In Hamburg liegt der Fokus auf Schwimmen, Hockey, Badminton und später Beachvolleyball. Das Leistungszentrum mit einer Schwimmhalle und Räumen für Krafttraining wurde direkt neben das Freibad gebaut. 1997 kam das Aqua-Sport-Hotel dazu, das nicht nur Besuchern des Leistungszentrums als Unterkunftsmöglichkeit diente, sondern allen offen stand.
Trotz der Bekundungen für den Breitensport wurde das Freibad wirtschaftlich in Frage gestellt. Das Gelände sollte dem Leistungssport zugeschlagen werden. Breite Empörung in der Dulsberger Bevölkerung, auch wegen der zeitgleichen Schließungsabsichten für die Bücherhalle bewirkten einen intensiven Dialog mit den Verantwortlichen der beteiligten Behörden.
Schließlich kam ein Kompromiss zustande, der einer Erweiterung des Leistungszentrums und den Anliegen der Bevölkerung Rechnung trug.
Ein neuer Betreiber errichtete eine große Beachvolleyballanlage, die Leistungssportlern und Öffentlichkeit offensteht, und betreibt ein verkleinertes Freibad. 2007 wurde das Beachcenter mit 8 Indoorplätzen und 6 Outdoorfeldern, Restaurant und Sauna eröffnet. Im Mai 2008 wartete das neue Freibad nach 4 jähriger Schließung und Umbau mit großer Wasserrutsche und großem Planschbereich wieder auf Badegäste. Große gesamtstädtische Ereignisse ermöglichen besondere Anstrengungen für bestimmte Projekte.
So wie die Internationale Gartenbauaustellung IGA 1953 die Neugestaltung des Grünzugs beförderte, auch wenn er nicht zum offiziellen Ausstellungsprogramm gehörte, ist ca, 50 Jahre später eine mögliche Olympia-Bewerbung an der Entstehung des Sportparks Dulsberg indirekt beteiligt. Seit 2001 gibt es in Hamburg Bemühungen, Olympische Sommerspiele auszurichten. 2011 beschloss der Senat die Dekadenstrategie "HamburgmachtSport", um Sportanlagen zu fördern.
2015 bekam der Bewerbungsprozess durch einen negativen Volksentscheid einen Dämpfer, das Ausbauprogramm für Sportstätten lief aber weiter. Seit 2018 darf Hamburg sich als eine von nur 6 Städten weltweit als "Global Active City" bezeichnen. Die Pläne für eine erneute Olympia-Bewerbung für 2036/2040 oder 2044 werden Ende Mai 2026 mittels einer Volksbefragung beantwortet. Davon unabhänig sind weitere Ausbaupläne für den Olympia-Stützpunkt, mit dem 2027 begonnen werden soll.