Protokoll zur 358. Sitzung des Stadtteilrates Dulsberg am Dienstag, den 02.12.2025 um 18.00 Uhr zur diesjährigen Weihnachtsfeier nur in Präsenz im Nachbarschaftstreff, Elsässer Str.
Die Tagesordnung der 358. Sitzung sah wie folgt aus:
- TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
- TOP 1. Verabschiedung des Protokolls vom 4. November 2025
- TOP 2. Vorstellung des Projekts "Lacrima - Trauerpier" durch Elena M.
- TOP 3. Anträge an den Verfügungsfonds und Benennung von Projekten, die im ersten Quartal 26 eingeladen werden sollen, um über den Einsatz ihrer Mittel zu berichten.
- TOP 4. Aktuelles
- TOP 5. Termine
- TOP 6. Sonstiges
TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
Frau S., Anwohnerin in der Dithmarscher Straße, berichtete von erheblichen Rissen, die sich sowohl im Keller als auch in den oberen Etagen befinden und die ihr große Sorgen bezüglich der Sicherheit des Gebäudes bereiten. Das Wohnungsunternehmen bzw. die Verwaltung hat auf ihre Anschreiben nicht reagiert, auch der Mieterverein ist nicht aktiv geworden. Hilfesuchend hat sie sich ans Stadtteilbüro gewandt.
Der Stadtteil hat beschlossen, bei einer Begutachtung durch einen Bausachverständigen zu helfen, zudem flankierend ein Anschreiben an die Wohnungsverwaltung zu richten. Dazu wird Frau S. Fotomaterial zur Verfügung stellen.
Es gab die Bitte, einen Laserpointer für die hybriden Sitzungen vorrätig zu haben.
Gülan M. ist für ihre Schwester, inzwischen seit fast einem Jahr bei ihr provisorisch Unterkunft gefunden hat, auf der Suche nach einer Wohnung und richtet sich hilfesuchend an den Stadtteilrat.
Aus dem Kreis kamen mehrere Anregungen, auch, sich an die Fachstelle für Wohnungsnotfälle zu richten. Jürgen Fiedler machte deutlich, dass der Stadtteilrat hier keine Hilfe anbieten kann, da die Wohnungsvergabe allein in Händen der Wohnungsunternehmen liegt.
TOP 1. Verabschiedung des Protokolls vom 4. November 2025
Mit Änderungen, die schon im Vorfeld mitgeteilt wurden, wurde das Protokoll angenommen.
TOP 2. Vorstellung des Projekts "Lacrima - Trauerpier" durch Elena M.
Britta W. als Vertretung für Elena M. stellte sowohl die Arbeit des Trauerpiers als auch des Ambulanten Hospizdienstes vor, beides Projekte der Johanniter. Insgesamt arbeiten dort 6 Hauptamtliche und 140 Ehrenamtliche. Das Angebot gilt hamburgweit. Lacrima ist ein Angebot für trauernde Kinder und Jugendliche mit 40-50 Ehrenamtlichen, die aktuell 8 Trauergruppen leiten. Zumeist ist ein Elternteil verstorben, aber auch Geschwister oder Großeltern, die eine bedeutende Beziehung zu den Kindern hatten. Für jüngere Kinder im Alter zwischen 3 und 7 Jahren sind ein Teamer pro Kind bzw. ein Teamer für zwei Kinder verantwortlich. In Ausnahmefällen, sofern die Gruppen belegt sind und akuter Hilfebedarf besteht, gibt es auch Einzelbegleitungen. Plätze gibt es aktuell nur in den Gruppen für Teens (12-15 od. 16-18). Ab 2026 ist ein Familiencafè Sternenkinder für Eltern mit Fehl- oder Totgeburten geplant.
Beim Ambulanten Hospizdienst handelt es sich um die Begleitung der Sterbenden und der sie Begleitenden oder Pflegenden, für die ein neutraler Außenkontakt äußerst wichtig ist. Die Unterstützung wird durch Ehrenamtliche angeboten, fast immer zu zweit. Auch das Ineinandergreifen von Lacrima und ambulantem Hospizdienst geschieht, je nach Situation in der Familie. Ausbildung für die Trauerbegleiter wird selbst im Trauerpier organisiert und erstreckt sich über zwei Wochenenden plus Hospitation in den bestehenden Gruppen. Neu Ausgebildete werden anfänglich von den erfahrenen Ehrenamtlichen begleitet samt Supervision. Es kommt durchaus vor, dass Menschen nach der Ausbildung auf eigenen Wunsch wieder aussteigen.
TOP 3. Anträge an den Verfügungsfonds und Benennung von Projekten, die im ersten Quartal 26 eingeladen werden sollen, um über den Einsatz ihrer Mittel zu berichten.
a) Anschaffungen von Boxen und Lichteffekten für ein FLINTA-Tanzangebot bei DulsArt
Die Veranstaltung findet seit fast einem Jahr monatlich einmal statt und erfreut sich großer Beliebtheit. Zwischen 19:00 und 21:00 Uhr legen mehrere Female DJs auf, es wird non-stop getanzt und gibt keinen Alkohol. Da das Equipment bisher von den Organisatoren auf eigenen Rechnung ausgeliehen werden musste, möchte man hier zukünftig unabhängig sein.
b) den Nachkauf von dem Buch "Fritz Schumacher und der Dulsberg"
Der Verlag hat noch Restexemplare, von denen ein Teil für den Verkauf bei Aktivitäten in Dulsberg, vor allem im nächsten Jahr beim Jubiläum, gesichert werden soll.
c) finanzielle Unterstützung der zweiten Migrationskonferenz, die am 7.12. im Kulturhof stattfinden wird.
Gemeinsam wollen dort Migrant:innen und Einheimische über aktuelle Probleme, insbesondere auch über die zunehmende rassistische Hetze, diskutieren und erbeten für die Organisation der Veranstaltung einen finanziellen Beitrag. Es wird einstimmig bei einer Enthaltung entschieden, den Antrag für die Bücher ins Jahr 2026 zu schieben und die Anschaffung für die Lichttechnik aus dem Antrag rauszunehmen, so dass die noch verbliebenen Mittel für den Flinta- und den Migrationskonferenz-Antrag ausreichend sind. Im Nachgang wurde von der Urban-Gardening Gruppe vom Elsässer Platz angeboten, noch vorhandene Reste, die aktuell nicht benötigt werden, zurückfließen zu lassen und den heutigen Antragstellern zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet, dass beide Anträge in voller Höhe bewillig werden können. Darüber wurde neu abgestimmt und ebenfalls einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.
Im Anschluss beschloss der Stadtteilrat, dass durch die Vorsitzenden ausgewählte Einrichtungen und Projekte, die in 2025 und 2025 Anträge gestellt haben, zu einer der nächsten Sitzungen eingeladen werden sollen, um über den Verbleib bzw. Einsatz der Mittel zu berichten.
TOP 4. Aktuelles
aus dem Stadtteil: Emre Ö. (DIDF) berichtete über einen Stadtteilkongress mit 30 Personen. Ziel war, sich über die türkischstämmige Basis hinaus stärker zu öffnen und ein Verein des Stadtteils zu werden.
aus dem Regionalausschuss (RegA): Sehr ausführlich wurden die Planungen zum Grünzug vorgestellt. Zusätzlich wurde über zusätzliche E-Ladesäulen informiert. Die entsprechenden Unterlagen dazu sind an den Stadtteilrat verschickt worden. Der Antrag zur Ausweisung der Dithmarscher Straße zur Tempo-30-Zone wurde aufgrund von Zeitmangel vertagt.
TOP 5. Termine
Werden im Protokoll nicht erwähnt, da sie aufgrund der verzögerten Veröffentlichung schon überholt sind.
TOP 6. Sonstiges
Gisa L. berichtet, dass DulsArt eine Förderung der Kulturbehörde für das Jahr 2026 erhalten hat, womit der Großteil der Kosten für die Räumlichkeiten gedeckt werden kann. Roger P. regt an, sich bei der HADAG dafür einzusetzen, dass eine der neuen Hafenfähren, die in Hamburg jeweils Namen von Stadtteilen tragen, auf den Namen DULSBERG getauft wird. Ein Brief oder ein GO-IN werden vorbereitet.
