Protokoll zur 360. Sitzung des Stadtteilrates Dulsberg am Dienstag, den 03.03.2026 um 18.00 Uhr hybrid, d.h. in Präsenz bei SOS, Straßburger Str. 19 und digital per Zoom.
Die Tagesordnung der 360. Sitzung sah wie folgt aus:
- TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
- TOP 1. Anträge an den Verfügungsfonds und Berichterstattung über ehemalige Anträge
- TOP 2. Stand der Vorbereitungen für das 75-jährige Stadtteil-Jubiläum
- TOP 3. Vorbereitung Regionalausschuss am 16.3. im Kulturhof
- TOP 4. Aktuelles – aus dem Stadtteil, AG Straßburger Platz, Besuch bei der HADAG, aus dem Regionalausschuss
- TOP 5. Termine
TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
Neue Teilnehmende wurden begrüßt.
Der P&R Parkplatz am S-Bahnhof Friedrichsberg ist nicht mehr zugänglich. Er soll nicht mehr Bahngelände, sondern an die Sprinkenhof AG übertragen worden sein.
Der Lückenschluss des Fahrradweges auf der Krausestraße zwischen Dehnhaide und Alter Teichweg soll vollzogen werden. Hierzu ist eine Unterlage des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) verschickt worden.
Zum Parkplatz auf dem ehemaligen Tankstellengelände am Alten Teichweg gab es eine Beschwerde von einer Anwohnerin, die sich über Busse mit laufenden Motoren beklagt, die dort ohne Personal über längere Zeit Lärm machen und Gestank verbreiten. Dieser Zustand wurde von Mitgliedern grundsätzlich bestätigt, aber nicht in der beschriebenen Intensität. Seitens der Polizei wurde mitgeteilt, dass es dazu ein Gespräch zwischen Eigentümer des Grundstücks, dem Busanbieter und dem Bezirk gegeben habe mit der Absicht, zukünftig die Busse auf dem ehemaligen ALDI-Parkplatz direkt an der Osterbek zu platzieren.
Susanne Reifenrath, die neue SAGA-Quartierskünstlerin, stellt sich vor. Sie ist von Hause aus Theaterkünstlerin, deswegen werden ihre Projekte eher performativ, aber auch partizipativ sein. Sie spricht an alle die Einladung aus, sich an ihren Projekten zu beteiligen. Ihr erstes Projekt ist die Dulsberger Wunderkammer, die Teil der Aktivitäten um das Jubiläum sein wird und am 28.5. ihre Eröffnung hat. Reiche Fürsten haben Dinge aus aller Welt, die sie mitgebracht bekamen oder von ihren Reisen mitgebracht haben, in einem Zimmer präsentiert und ausgestellt, dem Vorläufer des Museums. Alltägliche Dinge, die man aufbewahrt, ohne eigentlichen Wert, von hoher emotionaler Bedeutung und Bindung.
TOP 1. Anträge an den Verfügungsfonds und Berichterstattung über ehemalige Anträge
Stefan F., begleitet von zwei weiteren Personen, stellt die Urban Gardening Initiative am Nachbarschaftstreff vor. Ab März trifft sich die Gruppe bestehend aus ca. 8 Personen bis zum Ende der Saison regelmäßig zur Pflege der Beete. Über die Jahre sind zwei Hochbeete verschlissen, die nun ersetzt werden wollen. Nistkästen gibt es nicht, aber ein Insektenhotel.
Der Antrag wird dahingehend abgeändert, dass der Eigenanteil herausgenommen und der gesamte Betrag zur Abstimmung gestellt wird. Einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.
In diesem Zusammenhang berichtet Hans Z., dass er beim Nachbarschaftstreff in der Gruppe angefangen, dann auch beim Gartenprojekt am Elsässer Platz eingestiegen ist und sich nun bereit erklärt hat, die Apsis der Kirche zu pflegen. Dafür sucht er weitere Freiwillige, die ihn dabei unterstützen.
TOP 2. Stand der Vorbereitungen für das 75-jährige Stadtteil-Jubiläum
Jürgen Fiedler berichtet über den Stand der Vorbereitungen zum Jubiläum. Eine Vielzahl von Aktivitäten ist inzwischen verabredet von Stadtteilrundgängen inklusive eines QR-Code-Rundgangs über kulturelle Aktivitäten, einen Pfingstgottesdienst und Projekten der Wohnungsunternehmen. Aktuell wird der Programm-Flyer erstellt, der Ende März gedruckt zur Verteilung vorliegen soll.
Die Finanzierung beruht hauptsächlich aus Spenden der hiesigen Wohnungsunternehmen, aber auch der HASPA und eines Einzelhändlers. Jetzt wird noch ergänzend um eine Unterstützung des Verfügungsfonds gebeten. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
TOP 3. Vorbereitung Regionalausschuss am 16.3. im Kulturhof
Es wird erbeten, die Tagesordnung vorher rumzuschicken. Ca. 8-10 Personen aus dem Stadtteilrat wollen teilnehmen.
Die Mobilitäts-AG plant eine Eingabe für die Kehre vor EDEKA. Auch ein Beitrag zur Lärmbelästigung auf dem Sportplatz Vogesenstraße durch die dort eingesetzten Maschinen wird es geben.
Ansonsten werden sich die anwesenden Mitglieder zu strittigen Fragen äußern wie z.B. dem Aussetzen der Maßnahme Oberschlesische Straße.
TOP 4. Aktuelles
AG Straßburger Platz
Ulrike Meinecke, Roger Popp und Jürgen Fiedler berichteten vom Treffen zwischen AG und Bezirksamt am 12.2.26. Bezüglich der Aufstellung von mobilem Mobiliar wurde man sich einig. Allerdings brachte der Bezirk zum Ausdruck, dass jegliche neuen Grünbereiche wie z.B. Kübel als Bestandteil der Sitzgruppe, nur durch ehrenamtliches Engagement zu pflegen seien, da dafür keine Ressourcen im BA zur Verfügung stehen. Es muss geklärt werden, ob wenigstens die Wasserentnahme z.B. an der Außenzapfstelle der Kirche durch das Bezirksamt finanziert werden kann. Auch die Aufbewahrung von möglichen schattenspendenden Segeltüchern während der Winterzeit auf einem der Bauhöfe wird durch den Bezirk geklärt. Eine Einfassung des Platzes durch einen Erdwall entlang der Straßburger Straße ist nicht umsetzbar, da darunter eine Vielzahl von Versorgungsleitungen liegen, die zugänglich bleiben müssen. Umgesetzt werden kann eine Nachpflanzung von Bäumen als optische Abgrenzung.
Besuch bei der HADAG
Ein von Roger Popp und Jürgen Fiedler ausformulierter Brief wurde von beiden persönlich auf der Geschäftsstelle abgegeben. Kontakt gab es nur mit dem Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, der aber eine Weitergabe versprach. Die Fähren werden nicht, wie erwartet im Jahr 2026, sondern erst im Frühjahr 2028 in Dienst gestellt. Somit muss man im Jahr 2027 dazu nochmal nachfassen.
Aus dem Regionalausschuss
Stephanie K. berichtete aus der Sitzung, dass das Thema Grünzug, Drogen und Beleuchtung nochmals aufgerufen war. Die Polizei berichtete dazu, dass die Situation als relativ unproblematisch bewertet wird. Eine Beleuchtung im Grünzug ist nicht finanzierbar und weder gewünscht noch geplant.
Es gab einen Antrag der GRÜNEN, wenigstens nachts Tempo 30 auf der Dithmarscher Straße anzuordnen. Eine Geschwindigkeitsmessung hat zwar stattgefunden (Ergebnis durchschnittlich 27 km/h), aber es konnten keine Auskünfte über den Erhebungs-Zeitraum gemacht werden, so dass die Aussagekraft im Unklaren blieb.
Für die ausgesetzte Maßnahme Oberschlesische Straße wurde sich erkundigt, wieviel Planungsgeld dafür aufgewendet wurde und wieviel RISE-Mittel verloren gehen. Das Parken auf den Nebenflächen vor der Emil Krause-Schule wird aufgehoben und Richtung Kreuzung Alter Teichweg verlagert.
Aus dem Stadtteil
Sabine B. berichtete, dass es einen ausgewogenen Artikel von Frau Grell im Wochenblatt gegeben hat, der auch verteilt wurde. Die Genossenschaft hat Schilder in jeder Straße in den Innenhöfen aufgestellt, auf denen vermerkt ist, dass der Durchgang erlaubt ist, der Aufenthalt aber nicht. In der letzten Zeit war es eher ruhig durch den Schnee und nun wieder der Ferienzeit. Es gilt abzuwarten, ob es fruchtet.
Bei der Aktion "Hamburg räumt auf" sind zwei Schulteams durch die Anlage gegangen und haben Müll aufgesammelt.
Stephanie K. merkt an, dass die Befahrung und Beparkung des Straßburger Platzes zur Regel wird und Herr T. (PK Verkehrsdirektion) sich dazu nochmal äußern wolle. Dies ist bisher nicht geschehen. Auch das Fahren gegen die Einbahnstraße vor Metaxa wird zur Regel.
Des Weiteren berichtet sie, dass Ende Mai in einem der Supermärkte eine größere Taschenkontrolle im Kassenbereich stattgefunden hat. Sie möchte darauf hinweisen, dass man dem nicht Folge leisten muss. Ein Umgang damit wurde unter den Anwesenden kontrovers diskutiert.
Bezüglich der Schluss-Verschickung Lückenschluss Krausestraße wird die Mobilitäts-AG ein Statement für den Stadtteilrat formulieren.
Flora R. stellt sich als neue Mitarbeiterin seit Oktober 2025 im Fachamt Sozialraummanagement und als zukünftige Partnerin für den Stadtteilrat Dulsberg vor. In dieser Abteilung ist Herr S, in Rente gegangen und Susanne Otto seine Nachfolgerin geworden.
TOP 5. Termine
Werden im Protokoll nicht erwähnt, da sie aufgrund der verzögerten Veröffentlichung schon überholt sind.
