Protokoll Stadtteilrat vom 03.11.2020 (Videokonferenz)

Die Tagesordnung der 306. Sitzung sah wie folgt aus:

Kerstin Zacher beginnt die Sitzung mit Glückwünschen an Jürgen Fiedler zu seinem 25-jährigen Jubiläum seiner Tätigkeit in Dulsberg und seinem 58. Geburtstag und überreicht ihm ein Geschenk des Stadtteilrates. Jürgen Fiedler bedankt sich mit einer kurzen Rede.

TOP 0. Bürgersprechstunde

Keine Anliegen

TOP 1. Verabschiedung des Protokolls vom 06.10.2020

Verena Blix wies darauf hin, dass ein Beitrag durch eine Bewohnerin fehlte. Dies wird ergänzt.

TOP 2. Umgestaltung Elsässer Platz – Vorstellung der Planung durch Herr S. (sweco)

Frau S. (BA) leitet den Tagesordnungspunkt ein mit einem Rückblick auf das gesamte Verfahren, insbesondere die zweimalige Beteiligung des Stadtteils im Herbst 2019 und im Frühjahr 2020. Nach einem Abwägungsprozess, in dem die 40 Eingaben berücksichtigt wurden, wird die jetzige Planung Grundlage der Umgestaltung sein und nur noch kleinere Änderungen, die im TÖB-Verfahren erforderlich werden, aufnehmen.
Herr S. erläuterte im Anschluss mittels einer PowerPoint-Präsentation, die dem Stadtteilrat zugänglich gemacht wird, die zentralen Gestaltungsmerkmale des Platzes:

  • Grünbereiche für private Pflegepatenschaften, 6 zusätzliche Bäume
  • größere entsiegelte Flächen
  • neue Boulebahn (auch als Multifunktionsfläche zu nutzen)
  • Sitzgelegenheiten, auch über Eck
  • Mobility-Hub und Behindertenparkplatz auf der westlichen Platzseite
  • mehr Fahrradbügel
  • Aufstellung von Lichtmasten
  • Bodenhülsen für Schirme am Marktmeisterhaus
  • barrierefreie Übergänge
  • kleiner Anbau (Geräteschuppen) für das Marktmeisterhaus
  • öffentliche Parkplätze nur außerhalb des Platzes auf der Südseite gelegen

Herr S. machte deutlich, dass das sehr begrenzte Budget aus dem Hamburger Plätze – und dem Rise- Programm keine aufwendigere Gestaltung zulässt und hier auch der Grund liegt, warum der südliche Teil keine Neugestaltung erfährt.

In der folgenden Diskussion wurde angeregt, dass sich diejenigen, die sich für die Pflege der Grünbereiche interessieren, schon mit Vorlauf zusammenfinden und sich Gedanken über zukünftige Pflanz-Patenschaften machen.
Selbiges gilt für die Aktiven des Marktmeisterhauses. Auch von hier kann noch Einfluss auf die unmittelbare Gestaltung der Elemente genommen werden, die das Haus betreffen.
Beides wird über das Stadtteilbüro koordiniert.

Es wurde nochmals Einzelkritik hinsichtlich des begrenzten Umfanges der Grünbereiche formuliert, außerdem dass mit dem Mobilitäts-Hub zu viel "Blech" auf den Platz verbleibt und dass der Straßenabschnitt westlich des Platzes zwischen Probsteier Str. und Stormaner Straße nicht für den Verkehr gesperrt und dem Platz zugeordnet wird.
Hinsichtlich der Beleuchtung sollen die Leuchten so ausgerichtet werden, dass sie nur dezent in die umliegenden Häuserzeilen emittieren. Zudem kam der Vorschlag, ob es eine Unterbrechung der Licht-Emission ab einer bestimmten Uhrzeit geben kann. Dies ist abhängig von den Lichtquellen der Umgebung und wird im Bezirksamt geprüft.

Es wurde die "Terrassensituation" am Marktmeisterhaus angesprochen, ebenso die Absicht, am Gebäude eine Markise zu installieren, die Schutz vor Sonne und Regen bietet, insbesondere bei kulturellen Veranstaltung; ebenso die Frage der Anordnung der Bodenhülsen für die geplanten Schirme und eventuelle Abgrenzung für Teilflächen vor dem Marktmeisterhaus. Ein Gründach wird es nicht geben, weil die Statik das nicht hergibt.

Auf die Eingabe von Hamburg Wasser hinsichtlich zusätzlicher Versickerungsmöglichkeiten entgegnete Herr S., dass dies für die Barrierefreiheit der Fläche und anderweitige Nutzungen nicht zuträglich ist.
Aber laut Herrn S. ist es evtl. möglich, das Regenwasser in die Beete und Baumscheiben abzuleiten, damit es dort versickern kann, jedoch nur, wenn es nicht zu teuer wird.
Zum zeitlichen Ablauf geht man davon aus, dass ein Baubeginn im 3. Quartal 2021 möglich sein sollte und der Abschluss der Arbeiten zu Ende 2021 bzw. Anfang 2022 zu erwartet wird.

TOP 3. Anträge an den Verfügungsfonds
Aschenbecher

Thomas K. erläuterte seinen Antrag mit dem dahinterliegenden Ziel, das Bewusstsein der Raucher*innen dahingehend zu sensibilisieren, dass das Wegwerfen von Kippen zu einer starken Verunreinigung insbesondere des Wassers und Bodens führt. Die Ausgabe soll einhergehen mit einer Aufklärungs-Kampagne. Zudem wird angeregt, mit der Übergabe der Klein-Aschenbecher einen Flyer mit den entsprechenden Informationen zu übergeben. Eine öffentliche Verteilung soll an frequentierten Bereichen im Stadtteil und an den Spielplätzen erfolgen. Ausgabestellen werden der Nachbarschaftstreff und das Stadtteilbüro sein.
Der Antrag wurde bei einer Enthaltung angenommen.

Digital-Sprechstunde

Jürgen Fiedler stellte den Antrag des Arbeitskreises Dulsberg vor. Während der Corona-Zeit hat sich bei den sozialen Einrichtungen gezeigt, dass über alle Alterslagen hinweg jeweilige Schwierigkeiten bei der Nutzung der digitalen Geräte zu Tage traten. So entstand die Idee, eine Digital-Sprechstunde anzubieten, bei der man sehr unkompliziert und unmittelbar Hilfestellung erhalten soll. Es ist angedacht, dies als Pilot für 3 Monate auszuprobieren. Wichtig ist, dass es gut beworben wird. Orte, an denen es angeboten werden könnte, wäre das Marktmeisterhaus und der Nachbarschaftstreff.

Auf die Frage nach Mietzahlung für das MMH wurde gesagt, dass dies durch die Einrichtungen aufgebracht werden könnte.
Es wurde ebenfalls angefragt, was passiert, wenn der Pilot erfolgreich ist und eine Weiterführung wünschenswert wäre.
Mit Beginn des Projektes müssen zukünftige Töpfe sondiert werden, z.B. Stiftungen, aber auch Bundes- bzw. Landesfördermittel.

Die Dauer des Pilots wurde angesprochen, die Mehrheit plädierte aber auf jeden Fall für einen Zeitraum von drei Monaten.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Dulsberg-Kalender

SOS und Stadtteilbüro sind in der Fertigstellung eines Kalenders für das Jahr 2021, in dem Personen vom Dulsberg vorgestellt werden, die in den letzten Jahren etwas für den Stadtteil bewegt haben. Eine Auflage von 250 Stück wird von den beiden Einrichtungen übernommen. Darüber hinaus stellte SOS das Layout und den Fotografen. Die Kalender sollen voraussichtlich ab Dezember im Stadtteil über Einrichtungen zu bekommen sein, kostenlos bzw. mit Spendenbüchse daneben.
Eine Erhöhung auf 500 Stück könnte über den Verfügungsfonds gewährleistet werden. Eine höhere Auflage wurde gewünscht und einstimmig beschieden.

TOP 4. Aktuelles aus dem Stadtteil

Helmut K. gab die Information weiter, dass die Hamburger Hochbahn am 17.12. den Aufzug am U-Bahnhof Straßburger Straße in Betrieb nehmen wird. Frau G. vom Hamburger Wochenblatt ist darüber informiert worden. Helmut wird sich an dem Tag um 11:00 Uhr mit einem Schild mit der Aufschrift "Dulsberg" dorthin begeben, um der Forderung nach einer Umbenennung der U-Bahn-Station nochmal Nachdruck zu verleihen. Alle sind herzlich eingeladen, sich dem anzuschließen.

Pastorin Maren Wichern teilte mit, dass ihre Kollegin Hannegret Riepkes die Gemeinde zum 31.12.2020 verlassen wird.
Der Abschiedsgottesdienst wird am 3. Advent stattfinden. Aufgrund der Corona Einschränkungen sind aber nur 24 Personen dafür zugelassen. Der Gottesdienst auf "Platt" wird am 1. Advent gefeiert.

Es wurde darauf hingewiesen, dass zwei Strahler der Apsisbeleuchtung der Kirche nicht funktionieren. Pastorin Wichern teilte mit, dass sowieso eine Reinigung der Beleuchtung geplant ist.

Verena Blix berichtete von einem Treffen zum Lokalen Gesundheitszentrum, an dem mehrere Träger (SOS, Gangway, Stiftung Alsterdorf Q8), das Stadtteilbüro, das Bezirksamt (Gesundheitsamt und Sozialraummanagement), eine Person als Vertreterin der politischen Parteien in der BV sowie sie als Vertreterin des Stadtteilrates teilgenommen haben.
Es gibt eine Fördermöglichkeit durch die Fachbehörde, in dem ein Lokales Gesundheitszentrum als neue Form einer interdisziplinären Versorgung in einem Stadtteil ermöglicht werden soll. Es gibt einen interfraktionellen Antrag der Parteien in der BV, dies im Dulsberg umzusetzen.
Dieses Anliegen ist über das Fachamt Sozialraummanagement an das Stadtteilbüro herangetragen worden. Erste Gespräche mit der Fachbehörde und zwei schon jetzt existierenden Gesundheitsangeboten in vergleichbarer Form (Poliklinik Veddel, Gesundheitskiosk Billstedt) haben inzwischen stattgefunden.
Nun gilt es, potentielle Partner*innen wie Ärzte und Akteure der sozialen Träger für den Gedanken zu gewinnen. Hier sollen bis Ende Januar Gesprächsfäden aufgenommen werden.

Auf Nachfrage, wie denn die Entnahme von Sträuchern und Grün u.a. am Rosengarten zu erklären sei, erläuterte Jürgen Fiedler, dass das Bezirksamt (Stadtgrün) in Absprache mit dem Denkmalschutzamt umfangreiche Rückschnitt- und Rodungsmaßnahmen vornimmt, um der Ausbreitung des Hopfens im Grünzug entgegenzuwirken. Für ca. 2-4 Jahre wird der Bereich kurz gehalten, um den ggf. nachwachsenden Hopfen langfristig zu beseitigen. Eine erneute Einfassung wird erfolgen, wenn das Problem im Griff ist. Die Hecke an der Elsässer Straße wird nur auf die Höhe von 1,10 m zurückgeschnitten.

TOP 5. Aktuelles aus dem Regionalausschuss

Helmut K. gibt aus der vorletzten Sitzung bekannt, dass eine endgültige Namensgebung für den sog. "Elsässer Platz" auf den Weg gebracht werden soll.

TOP 6. Sonstiges
Stadtteilrat trifft Politik - wann, wo und wie?

Weiterhin ist gewünscht, eine solche Veranstaltung stattfinden zu lassen. Seitens des bestellten Moderators wurde der Vorschlag unterbreitet, dies auch als Digital-Veranstaltung durchführen zu lassen und dabei einen Stream mit einzubauen. Man verständigte sich darauf, dass die schon bestehende Arbeitsgruppe dazu die weiteren Umsetzungsschritte angeht, damit eine Realisierung noch im 1. Quartal ermöglicht wird.