Protokoll zur 359. Sitzung des Stadtteilrates Dulsberg am Dienstag, den 06.01.2026 um 18.00 Uhr hybrid, d.h. in Präsenz bei SOS, Straßburger Str. 19 und digital per Video.
Die Tagesordnung der 359. Sitzung sah wie folgt aus:
- TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
- TOP 1. Verabschiedung des Protokolls vom 2. Dezember 2025
- TOP 2. RISE-Fördergebiet - das Jahr 2025 und Ausblick auf das Jahr 2026
- dazu aus dem STR Gesprächsbedarf zum Grünzug - TOP 3. Aktuelles
- Straßburger Platz
- Dulsberg-Jubiläum
- Rückblick Weihnachtsmarkt
- Konflikt zwischen Emil Krause Schülerschaft und Mieterschaft ADSG
- TOP 4. Anträge an den Verfügungsfonds
- TOP 5. Termine
- TOP 6. Sonstiges
TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
Neue Teilnehmende wurden begrüßt.
TOP 1. Verabschiedung des Protokolls vom 2. Dezember 2025
Das Protokoll der letzten Sitzung wurde ohne Einwände angenommen.
TOP 2. RISE-Fördergebiet - das Jahr 2025 und Ausblick auf das Jahr 2026
Daniela S. (BA-SL) und Max N. (BIG) blicken traditionell in der Januar-Sitzung auf die RISE-Aktivitäten des Jahres 2025 zurück und informieren über die für das laufende Jahr geplanten Projekte. Hierzu gibt es eine Power-Point Präsentation, die als pdf verschickt wird und aus der die inhaltlichen Details hervorgehen.
Rückblick auf 2025
Das bestimmende Thema war dieses Jahr der Grünzug, der Auftritt auf dem Sommerfest und auch die Treffen des Gebietsarbeitskreises, in dem sich zweimal im Jahr alle Fachdisziplinen über die Projekte austauschen und Verabredungen treffen. Daneben ist die AG Vermieter ein wichtiges Forum, da hier die Wohnungsunternehmen über Fördermöglichkeiten informiert werden und ein gegenseitiger Austausch angestoßen wird.
Das Projekt der hiesigen Klima-AG für eine Renaturierung des kleinen Grundstücks am Dulsberghof/Augustenburger Ufer konnte fast vollständig abgeschlossen werden. Dagegen fiel die Herrichtung der Nebenflächen und Fußwege in der Oberschlesischen Straße (westlicher Teil) aufgrund einer kurzfristig eingeschobenen Bautätigkeit durch die Hamburger Energienetze dem Hamburger Parkplatz-Moratorium zum Opfer. Wann eine Umsetzung der Baumaßnahme stattfinden kann, steht in den Sternen.
Ausblick für 2026
Die Ausschreibung für den Grünzug wird Anfang des Jahres erfolgen verbunden mit einer zeitnahen Umsetzung ab Frühjahr, so dass eine Fertigstellung in diesem Jahr realistisch ist. Die knappen Mittel für die Pflege von Grünanlagen, die dem Bezirk zur Verfügung stehen, haben wohl nur geringe Auswirkungen auf diese Maßnahme. In Gesprächen konnte erreicht werden, dass die Unterstände erhalten bleiben, entweder im Austausch oder in ihrem jetzigen Bestand. Eine Verschmälerung im Übergang Elsässer Str. war in der Planung vorgesehen, wird aktuell zurückgestellt, da auch hier der Parkplatzverlust durch das Parkplatz-Moratorium abgelehnt und damit eine zeitnahe Umsetzung der gesamten Maßnahme gefährdet worden wäre. Die spätere Umsetzung wird aufgrund des positiven Votums in der Bürgerbeteiligung aber weiterverfolgt.
Im Anschluss wird die kleine Grünfläche am südlichen Ausgang der U-Bahnhaltestelle Straßburger Str. /Ecke Eulenkamp zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität neu hergerichtet. Eine Erweiterung des Marktmeisterhaus wurde ins Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) aufgenommen. Eine Machbarkeitsstudie soll zeitnah Anfang des Jahres ausgeschrieben werden und dient zur Untersuchung über Potentiale, bauliche Gegebenheiten (Statik, Substanz, energetische Ertüchtigung, Nutzungsintensität, Kosten und Folgekosten). Die Notwendigkeit ergibt sich aus der hohen Nutzungsintensität. Die Parkplatzsituation südlich angrenzend ans Gebäude ist nicht impliziert, auch, weil das Grundstück in Wandsbek liegt. Eine komplizierte Gemengelage hat dazu geführt, dass die Ausschreibung eine längere Zeit beansprucht hat.
Die Planungen für ein Funktionsgebäude auf dem Sportplatz Königshütter Straße sind weit fortgeschritten. Der HSV e.V. wird die Bauherrenschaft übernehmen. In 2026 ist die Planung vorgesehen, damit der Bau im Jahr 2027 umgesetzt werden kann.
Zum Komplex Stadtteilschule Alter Teichweg - Olympiastützpunkt ist in der Novembersitzung alles gesagt worden. Es gibt keinen neuen Entwicklungsstand.
Zum Straßburger Platz werden die Ergebnisse abgewartet, die von der AG aus Stadtteilrat und Politik an die Verwaltung herangetragen werden.
Augenmerk richtet sich neuerlich auf die für den Verkehr gesperrte ehemalige Skaterfläche Dulsberg-Süd/Ecke Köngishütter Straße. Da es sich um eine Tiefbaufläche handelt und diese nicht dem Verkehr generell entzogen werden darf, können nur temporäre Installationen dort aufgestellt werden.
Für die beiden Spielplätze in der Tondernstraße und um das Spielhaus Dulsberg (Probsteier Str.) muss noch die Kofinanzierung eingeworben werden, um eine RISE-Förderung zu erhalten.
Das Alt-Thema Probsteier Platz soll nochmal angegangen werden, wohlwissend, dass alte Planungen, die auch den Abbau von Parkplätzen vorsah, nicht realisierbar sind.
Weiterhin als Idee: Switch und Stadtradstation. Die Frage ist, was man innerhalb der Platzkanten machen kann. Dazu sollte der Kontakt mit der gegenüberliegenden Emil Krause Schule gesucht werden.
Anregungen gab es aus dem Kreis von Stephanie K. hinsichtlich des nördlichen Teils der Dithmarscher Straße, der noch im Fördergebiet liegt, da hier die Verkehrsführung für den Radverkehr unbefriedigend ist. Ein politischer Antrag dazu wäre hilfreich. Auch die Verbesserung der Qualität der Baumstandorte verbunden mit Entsiegelungen wurde von Kerstin Z. formuliert. Mit Applaus bedankten sich die Mitglieder bei den Vortragenden für die Ausführungen.
TOP 3. Aktuelles
aus dem Stadtteil
Roger und Jürgen berichten von dem Zwischenstand der AG Straßburger Platz. Es gibt mehrere Vorschläge, die in einem nächsten Schritt mit den Verantwortlichen im Bezirksamt besprochen werden. Dazu findet gerade die Terminkoordination und die Auswahl der Gesprächspartner:innen statt.
- Einfassung des Platzes an seiner Südseite zur Straßburger Straße mit einem Erdwall
- Platzierung von mobilem Mobiliar (Bänke und Pflanzkübel) im Bereich an der Stöberstube, so dass die Zufahrt zur Kirche für die Hamburger Tafel nicht beeinträchtigt ist
- Prüfung, ob die Versickerungsfähigkeit durch die Aufweitung der Fugen zwischen den Platten innerhalb der Basaltbänder wirkungsvoll wäre
- Ein schattenspendendes Segeltuch über der neuen Sitzgruppe, wenn diese sich positiv etabliert hat
Rückblick auf den Wintertreff Dulsberg
Herr L. von AHOI events berichtete, dass der Wintertreff mit einem niedrigen fünfstelligen Defizit abgeschlossen hat. Insgesamt gab es viele positive Rückmeldungen, u.a. zum Preisniveau, das fair an Dulsberger Verhältnisse angepasst war. Auch wurde die schöne Atmosphäre auf dem Platz und unter dem Zelt hervorgehoben. Dennoch blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. Dies mag auch an der spärlichen Öffentlichkeitsarbeit vor Ort gelegen haben. Ob es zu einer Neuauflage 2026 kommen wird, wird intern evaluiert. Ein Entgegenkommen seitens des Bezirks bei der Gebühr wäre dafür sehr hilfreich. Die grundsätzlichen Probleme des Platzes sind vom Betreiber wahrgenommen worden.
Eine Ergänzung durch einen Kunsthandwerk-Stände ist nur zu vertreten, wenn ein Weihnachtsmarkt etabliert ist, selbiges gilt für eine Verlängerung der Laufzeit. Der Kritik an der separierend wirkenden Einzäunung wurde begegnet, dass eine Bewachung durch einen Sicherheitsdienst zu kostenintensiv sei, außerdem die Planen als Schutz gegen den kalten Wind notwendig sei, um auch ein längeres Verweilen zu ermöglichen und um die Problempersonen des Platzes des Bereiches verweisen zu können.
Eigentlich sollte es auch eine Eisstockbahn geben, wegen der mangelnden Bereitschaft seitens des Imbisses zu einer Verlagerung des Standortes musste dies verworfen werden. Mehrere Personen bedankten sich bei Herrn L. für das Angebot und baten, dass bei einer Neuauflage schon im Herbst mit dem Stadtteilbüro/Stadtteilrat Kontakt aufgenommen werden solle.
Konflikt zwischen Emil Krause Schülerschaft und Mieterschaft ADSG
Sabine Bödecker berichtete aus Sicht der Betroffenen: Der Vorfall zwischen einem Anwohner aus der Zoppoter Str. und Jugendlichen aus der Emil Krause Schule hat dazu geführt, dass bis zu den Weihnachtsferien ein Sicherheitsdienst bestehend aus drei Personen von der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerergenossenschaft (ADSG) beauftragt wurde. In der Zwischenzeit haben 3 Treffen von den Betroffenen mit einer Vertreterin der ADSG stattgefunden. Ebenso ein Gespräch zwischen Vorstand und der Schulleitung. Das Verbot für die Schülerschaft, die kleinen Straßen der Genossenschaft zur Querung zwischen Dulsberg-Nord und Alter Teichweg als auch zum temporären Aufenthalt zu nutzen, wurde wieder aufgehoben. Die Forderung aus der Mieterschaft, mittels Schildern oder einem Tor dieses zu untersagen, wurde nicht entsprochen. Darüber wurde die Mieterschaft mittels eines Schreibens informiert.
Auch ist die Schulbehörde mittels eines Schreibens über den Sachverhalt informiert und eine Aufsichtspflicht durch die Schule/Lehrerschaft angemahnt worden. Somit hat sich an der grundsätzlichen Lage nichts verändert. Weitere Gespräche mit der Schule haben nicht stattgefunden, auch nicht mit den benachbarten Genossenschaften von der HANSA und der Bundesbahn. Die Bewertung der aktuellen Situation wird von Mitgliedern des Stadtteilrates, die in der Wohnanlage wohnen, unterschiedlich bewertet. Laut Herrn D., einem ehemaligen Schüler, beruht die Problematik an einer hohen Belegung und der aktuellen Jahrgangsstufen, die dort untergebracht sind (ehemals Oberstufe, jetzt Mittelstufe).
aus dem Regionalausschuss (RegA)
Fraktion Volt hat beantragt, die Elsässer Straße auf Höhe des Grünzuges für den Verkehr zu schließen. Die Linke möchte eine Durchfahrt für Rettungsdienste und Taxen erhalten. Die Grünen könnten es sich vorstellen. Aus dem Kreis des STR wurde Skepsis formuliert. Auch ist zum momentanen Zeitpunkt aufgrund des Parkplatz-Moratoriums eine Umsetzung quasi ausgeschlossen. Im März (am 16.3.) möchte der RegA im Stadtteil tagen, da sich fast ausschließlich mit Themen des Stadtteils befasst wird. Mögliche Orte wären Kulturhof oder die Bücherhalle. Dies wird gerade geklärt.
TOP 4. Anträge an den Verfügungsfonds
Der aus der Dezember-Sitzung 2025 verschobene Antrag bezüglich einer Nachbestellung von der Publikation "Fritz Schumacher und der Dulsberg" wurde bei einer Enthaltung angenommen.
TOP 5. Termine
Werden im Protokoll nicht erwähnt, da sie aufgrund der verzögerten Veröffentlichung schon überholt sind.
TOP 6. Sonstiges
Katrin J. stellt sich als Vertreterin des Bürger:innensenders TIDE vor. Mit ihrer Sendereihe "Quartier Akut" berichten sie aus den Stadtteilen und sie kann sich auch mit Dulsberg eine Zusammenarbeit vorstellen. Ein Treffen mit dem Stadtteilbüro wird zeitnah stattfinden.
2 Mitglieder der Urban Gardening Gruppe vom Elsässer Platz (Eelco und Hans) haben am 1. Januar den Platz und die Beete von den Böllern vorgereinigt. Dafür sprechen mehrere Anwesende den beiden einen großen Dank aus.
