Protokoll zur 361. Sitzung des Stadtteilrates Dulsberg am Dienstag, den 07.04.2026 um 18.00 Uhr hybrid, d.h. in Präsenz bei SOS, Straßburger Str. 19 und digital per Zoom.
Tagesordnung
- TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
- TOP 1. Frau K., die neue Schulleitung der Emil-Krause-Schule, stellt sich vor
- TOP 2. Verfügungsfondsanträge und Berichterstattung über einen Antrag aus 2025
- TOP 3. Update zum Stand der Vorbereitungen für das 75-jährige Stadtteil-Jubiläum
- TOP 4. Aktuelles
- TOP 5. Sonstiges
TOP 0. Begrüßung neuer Teilnehmender und Sprechstunde für die Bewohner:innen
Frau Ricarda R. aus dem Leitungsteam der HASPA und Frau K., die neue Schulleitung der Emil-Krause-Schule, stellen sich als erstmalig im Stadtteilrat Anwesende vor.
TOP 1. Frau K., die neue Schulleitung der Emil-Krause-Schule, stellt sich vor
Frau K. ist seit 2023 an der Schule. Nach dem Abitur in Lüneburg folgte ein Arabisch- und ein Lehramtsstudium. Sie hat danach in einer Schule in Großbritannien gearbeitet, anschließend in Hamburg-Wilhelmsburg an der Nelson-Mandela-Schule. Dann folgte die Stellvertretung an der Emil-Krause-Schule und nun die Übernahme der Leitung.
Die Schule besteht weiterhin aus drei Standorten. In den nächsten Jahren steht eine Sanierung des Standortes Tieloh an, deswegen mussten die 10. und die Internationalen Vorbereitungsklassen zusätzlich am Standort Krausestraße untergebracht werden.
Gerade ist die Schule im Sozialindex, bei dem auf die Schule selber und den Stadtteil geschaut wird, von 2 auf 3 hinaufgestuft worden. (1 sind Schulen, die einen hohen Anteil von Schüler:innen aufweisen, die unter herausfordernden sozial-ökonomischen Bedingungen aufwachsen.)
Ihr Credo ist, zusammen mit einem engagierten Kollegium für Chancengleichheit der vielfältigen Schülerschaft zu sorgen. Die Themen Demokratie und Vielfalt wurden gerade auf einer Ganztagskonferenz intensiv besprochen. Auch Partizipation ist ein Teil des Schulprogramms. In diesem Zuge ist eine Schulhof-AG entstanden.
Der Stadtteilbezug der Schülerschaft ist sehr gering, da nur wenige in Dulsberg wohnen. Sie kennt aus Wilhelmsburg eine größere Verbindung, da die allermeisten auch dort wohnten. Im jetzigen Elternrat sind aber auch Anwohner:innen, so dass man sich hierüber einen höheren Stadtteilbezug verspricht.
Es besteht Austausch mit der Schulleitung vom Alten Teichweg. Auch gibt es eine Person für die Öffentlichkeitsarbeit, Herrn L.
Frau K. weiß um die Probleme bezüglich des durch die Schülerschaft verursachten Mülls auf dem Weg zwischen Schule und EDEKA oder Penny. Im Kontext "Hamburg räumt auf" hat es dort eine gezielte Müllsammelaktion gegeben.
Sabine B. bestätigt, dass sich die Situation rund um die Wohnanlage der ADSG verbessert hat, allerdings verbunden mit einer Verlagerung in die Lothringer und Olivaer Straße. Man muss jetzt abwarten, was in der schöneren Jahreszeit passiert. Es wird die Frage nach der Aufsichtspflicht gestellt. Frau K. berichtet, dass eine Vielzahl der Schüler:innen dazu eine Genehmigung des Elternhauses hat.
Es wird erwähnt, dass es in diesem Kontext eine Anzeige gibt. Der Schriftwechsel mit der Schulbehörde ist Frau K. nicht zur Kenntnis gebracht worden.
Es ergeht noch die Anregung, sich stärker in die Netzwerke AKD und STR einzuklinken.
Da im RISE-Kontext über eine Umgestaltung des Probsteier Platzes gegenüber von der Schule nachgedacht wird, ist geplant, dies mit der Schulhof-AG und der verantwortlichen Kunstlehrerin zu kommunizieren.
TOP 2. Verfügungsfondsanträge und Berichterstattung über einen Antrag aus 2025
Gemüse- und Bienengarten Dulsberg
Der Antrag wird von Nicole B. vorgestellt. Diese Initiative feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Letztes Jahr wurde von der SAGA eine neue Einzäunung finanziert. Jetzt werden Pflanzen benötigt. Bei drei Enthaltungen wurde der Antrag angenommen.
Urban Gardening Elsässer Platz
Der Antrag für die Urban Gardening Gruppe vom Elsässer Platz konnte aufgrund von Übertragungsproblemen nicht persönlich gestellt werden. Tobias B. mahnt an, dass der Bezirk Teile der notwendigen Kosten übernehmen müsse (Abfall und Wasser). Jürgen Fiedler hat das schon mehrfach angemahnt. Antrag mit zwei Enthaltungen angenommen.
Bericht zur Umsetzung von ehemaligen Anträgen: Mittagstisch der Kirchengemeinde jeweils am Mittwoch im Gemeindesaal
Es ist eine ganz gemischte Kundengruppe, manche mit auskömmlicher Rente oder festem Einkommen, manche haben wirklich kein Geld, deswegen war die Erhöhung des Preises für das Essen von 1 Euro auf 2 Euro für manche problematisch. Aber man wird nicht verwiesen, wenn man die 2 Euro nicht aufbringen kann. Auch muss keiner seine Bedürftigkeit nachweisen. 20 bis 30 Leute besuchen den Mittagstisch. Am Anfang des Monats sind es weniger, am Schluss mehr. Ältere Damen freuen sich, dass sie einmal im Monat nicht kochen müssen.
Im Moment wird nach einem neuen Caterer Ausschau gehalten. Der Pottkieker kann es wohl kapazitätsmäßig nicht leisten. Es wird der Tipp gegeben, bei der Rentenversicherungsanstalt und der beruflichen Schule anzufragen. Die Herausforderung ist die Anlieferung samt Warmhaltevorrichtung.
Wiebke F. unterstreicht, dass das nachbarschaftliche Erlebnis sehr gut ist.
TOP 3. Update zum Stand der Vorbereitungen für das 75-jährige Stadtteil-Jubiläum
Jürgen Fiedler berichtet über den Stand der Vorbereitung. Der Stadtteilrat hat keine herausgehobene Rolle, aber eine eigene Veranstaltung am 4.5.
Es wird um Unterstützung bei der Vorbereitung der Feierlichkeit am 30.5. gebeten und ein kurzes Feedback eingeholt. Für Raumgestaltung und Deko werden helfende Hände benötigt. Eine digitale Abfrage dazu folgt.
Es ergeht an alle ein Aufruf, bei sich nach Fotos aus den letzten 7,5 Jahrzehnten zu schauen, da hier der Bestand äußerst dürftig ist. Alles, was auffindbar ist, bitte an das Stadtteilbüro schicken.
TOP 4. Aktuelles
Aus dem Stadtteil: Bericht vom Gespräch zwischen Mobilitäts-AG und dem Bezirksamt zu Tempo 30 in der Dithmarscher Straße
Stephanie K. aus der Mobilitäts-AG berichtet vom Gespräch mit Frau A. (BA-Tiefbau) bezüglich des Themas "Tempo 30 in der Dithmarscher Straße". Frau A. hatte im Vorhinein Kontakt zu Polizei, Feuerwehr und HVV aufgenommen.
Hauptgrund gegen Tempo 30 ist, dass die Dithmarscher aktuell Vorfahrtstraße ist und Feuerwehr und HVV darauf bestehen, um eine zügige Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge und die wenigen verbleibenden Busse zu gewährleisten. Auch müsste der beidseitige Radweg im südlichen Abschnitt auf der Westseite aufgehoben und rückgebaut werden und die Radfahrer:innen zukünftig auf der Straße (Kopfsteinpflaster) fahren.
Speziell aufmerksam gemacht hat man seitens der AG auf die verwirrende Wegeführung im Kreuzungsbereich Probsteier/Dithmarscher Straße. Seitens Tiefbau wurde zugesagt, für den nördlichen Teil zu prüfen, ob längs der Bordsteinkante geparkt werden kann in Abhängigkeit der benötigten Anleiterflächen für die Feuerwehr. Möglicherweise kann für diesen Abschnitt mit RISE-Mitteln eine Umgestaltung auf den Weg gebracht werden.
Die Anordnung von Tempo 30 nur auf Teilen der Straße könnte mit der Beheimatung von einer Kita und der sozialen Einrichtung von Alsterdorf West begründet werden. Auch für die Nacht wäre Tempo 30 eine Lärmentlastung für die Anwohnerschaft. Geschwindigkeitsmessungen haben im letzten Dezember Durchschnittswerte kleiner als 30 km/h ergeben.
Aus dem Regionalausschuss (RegA): Berichterstattung vom 16.3.
Roger Popp berichtete: Die Zuschauerreihen waren gut gefüllt, vom STR waren 8 Personen anwesend.
Max N. hat die RISE-Themen vorgestellt, die dem STR somit schon bekannt waren. Selbiges galt für den Bereich Stadtteilschule und Olympiastützpunkt.
Neues erfuhr man hingegen zur Maßnahme Krausestraße. Bisher war man davon ausgegangen, dass die aufmarkierten Radfahrstreifen auf der Krausestraße eine Zwischenlösung seien und die gesamten Straßen- und Straßennebenflächen nochmals angefasst werden würden. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer präsentierte den Anwesenden die letzte Lückenschließung aber als finale Fertigstellung. Der Kreuzungsbereich Dehnaide/Krausestraße wird noch geringfügig verändert, ebenso die Bushaltestelle stadtauswärts auf der Südseite, der Kreuzungsbereich Friedrichsberg ist vorerst ausgenommen und fraglich, ob hier noch etwas passiert.
Jürgen Fiedler hat mit einer Präsentation zum Marktmeisterhaus auf die heutige Nutzungsintensität und die damit verbundene Notwendigkeit zu einer Erweiterung des Hauses hingewiesen und um Unterstützung seitens der Politik für dieses Vorhaben gebeten.
Weiteres aus dem Stadtteil
Die Mobilitäts-AG hat eine Eingabe zum nicht regulären Querparken im Sackgassenteil der Elsässer Straße vor EDEKA gemacht. Die Polizei ist dort entsprechend aktiv geworden und das Falschparken deutlich zurückgegangen.
Kerstin Z. mahnt an, dass immer noch die Baumreihe vor dem Autohaus in der Krausestraße fehlt. Das Bezirksamt wird hierzu aufgefordert, aktiv zu werden.
Auf der ehemaligen P&R-Fläche am S-Bahnhof Friedrichsberg wird ein Handwerkerhof entstehen. Die Sprinkenhof AG wird dieses Vorhaben realisieren. Die dafür notwendigen Baumfällungen sind abgeschlossen.
Die Situation auf dem Sportplatz Vogesenstraße mit dem Gebläse hat sich verbessert, ist von Zeit zu Zeit aber immer noch laut.
TOP 6. Sonstiges
Anmerkung zum letzten Protokoll Nr. 360
Genehmigung des Protokolls mit der Anmerkung von Christoph R. (Grüne und Vorsitzender RegA) bezüglich des letzten Protokolls, dass der Antrag der Grünen für Tempo 30 sich ausdrücklich nicht nur auf eine nächtliche Geschwindigkeitsreduzierung bezieht.
Gülsen B. (SR-BA) verabschiedet sich aus der Runde und bedankt sich für die gute Zusammenarbeit. Sie erhält Beifall vom Stadtteilrat für ihr Engagement im Gremium.
